Placebo & Nocebo: Personenzentrierte & Mind-Body Medizin – Behandlungsoptimierung durch gesundheitsfördernde Kommunikation

BEHANDLUNGSOPTIMIERUNG, SPRECHENDE MEDIZIN, PLACEBO-NOCEBO, MIND-BODY, KOMMUNIKATIONSTRAINING

Personenzentrierte Medizin stellt den Patienten ins Zentrum und ermöglicht eine Behandlungsoptimierung durch hypnosystemische Kommunikationstechniken.
Wirksame Medizin und Therapien können durch diese „Sprechende Medizin“ noch effektiver gemacht werden.
Der Workshop bringt neueste psychologische und neurobiologische Erkenntnisse aus der Placebo- und Nocebo- & Mind-Body Forschung, sowie Human-Change Wirkfaktoren in der Therapie und Beratung zusammen.
Der Fokus wird auf die Vermittlung neuropsychologischer Mechanismen und das Erlernen praktischer gesundheitsfördernder und behandlungsoptimierender Kommunikationsstrategien gesetzt.
Einen ersten Einblick finden Sie dazu in den TV-Beiträgen: SRF „Einstein“, SRF „Puls“ und ARD „[w]wie wissen“.

ÜBERSICHT

Zielgruppe: Mediziner, Psychologen, Therapeuten, Pflegefachleute und Pharmazeuten

Veranstaltungsort: Zürich

Termin: Freitag 8. Juni 2018

Zeit: Beginn 9:00 Uhr; Ende 17:00 Uhr

Leitung: Dr. sc. ETH Peter Krummenacher

Dozierende:  Dr. sc. Peter Krummenacher, Dr. med. Nadja Last-Monem & Dr. iur. Noëmi Schöni

Teilnahmegebühr: 490 CHF; inkl. Kursmaterial

Anmeldeschluss: 18. Mai 2018

Anerkennung: Die Fortbildung ist von FMH und FSP anerkannt.

Approved SIWF ISFM FMHFSP approved

THEMENSCHWERPUNKTE
  • Neurowissenschaftliche und psychosoziale Mechanismen von Placebo- und Nocebo-Prozessen
  • Vermittlung gesundheitsfördernder Kommunikationstechniken
  • Placebo-Effekte ohne Täuschung nutzen
  • Nocebos in der Kommunikation verhindern
  • Das Medikament „Behandler“ und wie es wirkt
  • Überzeugen – Haltung und Techniken
  • Wirkfaktoren in der Therapie und Beratung
  • Utilisierung von Erwartungen und Befürchtungen
  • Kontextbedingungen für Selbstheilungs- und Autonomieprozesse fördern
  • Implizite Bedeutungssysteme und subjektive Krankheitsmodelle erfassen und utilisieren
  • Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen von Psychotherapien
  • Ethische Konsequenzen für Patienten und Behandler
  • Rechtliche Problematik des Placeboeinsatzes
  • Zulässigkeit von Placebos in der Humanmedizin
  • Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der „Sprechenden Medizin“
NUTZEN

Es ist wissenschaftlich fundiert nachgewiesen, dass Personenzentrierte Medizin Behandlungen optimiert, Genesungsprozesse beschleunigt und nachhaltigere Behandlungserfolge erzielt .

  • Sie bewirkt die Optimierung von medizinischen und psychologischen Behandlungen durch eine gesundheitsfördernde und resilienzsteigernde Kommunikationsweise.
  • Auf der Basis einer verbesserten Behandler-Patient-Beziehung wird die Wirkung von Behandlungen durch die „Sprechende Medizin“ unterstützt.
  • Durch ressourcenaktivierende Umgebungsstrukturen sowie Optimierung des psychosozialen, institutionellen als auch architektonischen Behandlungsumfeldes werden Genesungsprozesse beschleunigt und nachhaltigere Behandlungserfolge erzielt.

Gesundheitsfördernde Kommunikation dient dazu:

  • Steigerung des Patientenwohls

     Förderung der Selbstheilungs- und Autonomieprozesse

    Stärkung der Selbstwirksamkeit und der Selbstbefähigung

    Reduktion von Nebenwirkungen

  • • Etablierung einer personenzentrierten Behandlung

    • Verbesserung der Behandler-Patient-Beziehung

    • Individualisierung der Therapieplanung und Erhöhung der Compliance als auch der Adhärenz

    • Verbesserung der Selbstbefähigung und Psychohygiene

  • • Patientenversorgung integrativer und nachhaltiger zu gestalten

    • Verkürzung von Behandlungsaufenthalte und Kosteneinsparungen

    • Vertrauen in das Gesundheitssystem zu erhöhen

    • Reduktion des Medikamentenkonsums

Unser Angebot richtet sich an das Personal im Gesundheitswesen sowie an Gesundheitsinstitutionen.

METHODEN
Impulsreferate, hypnosystemische Kommunikationsstrategien, Selbstreflexion, Gruppenübungen, Rollenspiele, Videomaterial
PUBLIKATIONEN
  • Krummenacher, P. (2017). Placeboanalgesie und Nocebohyperalgesie – Mechanismen und klinische Nutzung [Placebo analgesia and nocebo hyperalgesia – Mechanisms and clinical use].
    Therapeutische Umschau, 74(5):232-240.
  • Birkhäuer, J., Gaab, J., Kossowsky, J., Hasler, S., Krummenacher, P., Werner, C. & Gerger,
    H. (2017). Trust in the health care professional and health outcome: A meta-analysis.
    PLoS One, 12(2):e0170988.
  • Locher, C., Kossowsky, J., Gaab, J., Kirsch, I., Bain, P. & Krummenacher, P. (2015). Moderation of antidepressant and placebo outcomes by baseline severity in late-life depression: A systematic review and meta-analysis.
    Journal of Affective Disorders, 181: 50-60.
  • Prätzlich, M., Kossowsky, J., Gaab, J. & Krummenacher, P. (2015). Impact of short-term meditation and expectation on executive brain functions.
    Behavioural Brain Research, 297: 268-276.
  • Krummenacher, P. (2015). Plazeboanalgesie und Magical Thinking bei Kindern.
    Journal Club Schmerzmedizin, 4; 112-114.
  • Krummenacher, P. (2015). Heilen mit Hirn.
    Senso, 4; 11.
  • Simmons, K., Ortiz, R., Kossowsky, J., Krummenacher, P., Grillon, C., Pine, D. & Colloca, L. (2014). Pain and placebo in pediatrics: A comprehensive review of laboratory and clinical findings.
    Pain, 155(11): 2229-2235.
  • Krummenacher, P., Kossowsky, J., Schwarz, C., Brugger, P., Kelley, J. M., Meyer, A. H. &
    Gaab, J. (2014). Expectancy-Induced placebo analgesia in children and the role of magical thinking.
    Journal of Pain, 15(12): 1282-1293.
  • Krummenacher, P. & Gaab, J. (2013). Klinische Nutzung der Placeboreaktion.
    PSYCH up2date, 7, 199-201.
  • Krummenacher, P. (2011). Präfrontale Kontrolle von Erwartungen bei der Placebo-Analgesie [Prefrontal cortex mediated control of expectations in placebo analgesia].
    Der Schmerz, 25: 440-443.
  • Stern, J., Candia, V., Porchet, R. I., Krummenacher, P., Folkers, G., Schedlowski, M., Ettlin, D. A. & Schönbächler G. (2011; Epub 25.1.2011). Placebo-mediated, Naloxone-sensitive suggestibility of short-term memory performance.
    Neurobiology of Learning and Memory, 95(3): 326-34.
  • Krummenacher, P., Candia, V., Folkers, G., Schedlowski, M. & Schönbächler, G. (2010; Epub, 28.10.2009). Prefrontal cortex modulates placebo analgesia.
    Pain, 148(3): 368-374.
  • Krummenacher, P. (2010). Expectation, Belief and Framing: Neuroscientific Aspects of Belief and Judgment Systems.

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